Über

zu mir

Ich studiere Bildende Kunst an der KHK in Kassel, gerade in den letzten Zügen. Eine sehr spannende Zeit!

Bis hierhin war es ein weiter Weg. Nach meinem Abitur in Lörrach 2011 zog es mich nach Erfurt. Dort studierte ich unter anderem ein Jahr Kunst auf Lehramt und begann eine Konditor-Ausbildung. Eine ziemlich bewegte, bewegende und auch aufregende Zeit. Hier, und auch schon vorher in Lörrach, entstanden viele Selbstportraits. Nach nur zwei Jahren in Erfurt zog ich nach Kehl in die Nähe von Offenburg, um am Vorstudium für Kunst an der Kunstschule Offenburg teilzunehmen. Ja, manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um wieder voran zu kommen. So fühlte es sich zumindest für mich an in dieser Zeit. Es war alles andere als einfach, aber meine große Freude am Malen trug mich voran und in der Malerei ist mir der ständige Zustand des „Neubeginns“ nicht fremd…

So erlebte ich in Offenburg ein sehr erfrischendes Jahr mit bereichernden Begegnungen und künstlerischem Schaffen. Auf Anraten von Veronika Pögel, Bereichsleiterin der Erwachsenenkunstschule Offenburg, bewarb ich mich im Frühjahr 2015 an der KHK Kassel – mit Erfolg. Seitdem lebe und arbeite ich im Raum Kassel. Es gibt hier viel zu entdecken, kulturell und sozial: Als Assistenzkraft bei einem Menschen mit körperlicher Behinderung sammelte ich über drei Jahre hinweg wertvolle Erfahrung die mich auch künstlerisch geprägt hat.

Aktuell spiele ich im Roof-Orchester unter der Leitung von Konstantin Uhrmeister mit; ein „Rock Orchestra of flames“ – es vereint rockige, poppige und zuweilen sogar klassische Klänge zu etwas großartig Neuem. Ich spiele dort gerne mit. Begegnungen mit Menschen und Musik finden hier zusammen – zwei Dinge die mich und mein künstlerisches Schaffen ungemein bereichern.

Was gibt es noch über mich zu sagen? Innerhalb meiner Kunsthhochschulzeit in Kassel probierte und probiere ich allerlei Techniken aus. In der Basisklasse vertiefte ich verschiedene Drucktechniken: Siebdruck, Linolschnitt, Lithografie und Tiefdruck. Auch das Arbeiten mit Scherenschnitt bereitete (und bereitet) mir große Freude! Anlässlich der Uraufführung des Stücks „Die Glocke“ von Konstantin Uhrmeister stellte ich einige dieser Druck-Arbeiten im Dezember 2015 aus.

In der Fachklasse von Norbert Radermacher (von 1992 bis 2018 Professor im Studiengang „Bildenden Kunst“ an der KHK) hatte ich 2016/17 die Möglichkeit großflächig und raumgreifend malen. Dort entstanden Bühnenbild große Acryl-Bilder zum Thema „Die vier Elemente“.

Dann zog es mich zum bewegten Bild; glücklicherweise wurde ich (trotz mangelnder Vorkenntnisse) in die Animationsklasse unter der Leitung von Martina Bramkamp (seit 2010 Professorin der Animation, im Studiengang „Visuelle Kommunikation“ der KHK) und Thomas Meyer-Hermann (von 2000 bis 2019 Professor der Animation, im Studiengang „Visuelle Kommunikation“ der KHK) mit aufgenommen. Mit meinem zweiminütigen Kurzfilm „Blumen für Karoline“ sammelte ich erste Erfahrungen in Stop-Motion. Zunehmend beschäftigten mich Loops: bewegte Bilder in denen sich zum Bsp. eine Sache in eine andere umwandelt. Bei langem Hinsehen entsteht eine Ruhe im Betrachten.

Diese ersehnte Ruhe führte mich wieder hin zur Malerei. Also zurück zum Südbau, in den „Freien Kunst“-Bereich. Andrea Büttner (seit 2018 Professorin im Studiengang „Bildende Kunst“ an der KHK) nahm mich 2019 mit in ihre Fachklasse „Kunst im Zeitgenössischen Kontext“ auf. Spannende Diskurse mit eingeladenen Künstlern prägen und bereichern mich. Zudem bekam ich im Herbst 2019 die Möglichkeit in dem Klassen-Projektraum unter dem Obertitel „Not Yet“ eine Einzelausstellung zu geben: zum ersten mal kombinierte ich Malerei und Zeichnung mit bewegten Bildern.
In unserer Klassen-Ausstellung „Betriebsausflug“ im Januar 2020 weitete ich mich sogar in den Raum hinaus aus. Eine prima Erfahrung die auch wieder neue Ideen mit sich gebracht hat.

Malerei, als Ausweitung in den Raum begriffen, gibt mir den nötigen Spielraum den ich brauche. Für meine Abschlussarbeit plane ich ein Projekt das ich in der Rohversion „die Zuhörenden“ taufe. Menschen lauschen der Musik. Gibt es etwas Schöneres? Der Begriff lässt sich aber auch ausweiten: einander zuhören, auf einander acht geben. Sich selber zuhören, auf sich acht geben. Es ist also auch ein Innehalten und ein „Zeit haben“. Denn wenn ich zuhöre, dann habe ich Zeit. Wenn ich ein Bild betrachte, dann habe ich Zeit…

Ich möchte allerdings noch nicht zu viel vorneweg nehmen von meiner Abschlussarbeit; sie ist ja erst noch im Entstehen begriffen…

%d Bloggern gefällt das: